Kinder und Jugendliche…
… und ihre unterschiedlichen Probleme:
Mehr als 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen gelten heutzutage als psychisch belastet und verhaltensauffällig. Man rechnet damit, dass neuere Erhebungen noch drastischere Zahlen hervorbringen werden, bis zu 20% werden es wohl künftig sein.
Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Die Kindergarten- und die Schulzeit sind wichtige Lebensabschnitte und Basis der persönlichen Entwicklung. In Zeiten gestiegener Anforderungen steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die Probleme mit dem Lernen an sich und ihrem schulischen Fortkommen haben. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zunächst einmal fehlt vielen Schülern der Zugang zum eigentlichen Lernen, den Lerntechniken. Aber auch wenn Lerntechniken als Schlüsselqualifikation vorhanden sind und schon reichlich in Nachhilfestunden etc. investiert wurde, stellen sich nicht immer die gewünschten Ergebnisse ein.
Kinder und Jugendliche durchlaufen in der Zeit, in der sie auch ihre schulische Karriere absolvieren, enorm wichtige Entwicklungsschritte auf dem Wege zu einer eigenständigen und komplexen Persönlichkeit. Währenddessen stehen sie nicht nur unter enormem Erfolgsdruck, sondern müssen unter anderem realistische Selbsteinschätzung, Selbstwert, Abgrenzung, Aggression und den Umgang mit eigenen Unzulänglichkeiten in einem stimmigen Erleben erlernen.
Obwohl die meisten Lehrer und Pädagogen ihre Arbeit unter bemerkenswertem Einsatz und mit unzweifelhafter Kompetenz erledigen, können sie nicht immer allen Schülern so viel individuelle Förderung zukommen lassen, wie das vielleicht notwendig wäre. Auch auf Fehlzeiten (krankheitsbedingt, oder aus anderen Gründen) eines Schülers und die damit verbundenen Probleme haben sie keinen oder nur begrenzten Einfluss.
Zeigt ein Kind oder Jugendlicher nicht die von ihm erwarteten Leistungen, so liegt dies nicht unbedingt an fehlender Intelligenz oder an Faulheit. Ganz häufig liegen die Ursachen hierfür in den zuvor erwähnten Entwicklungsschritten des Heranwachsens, die parallel zu Kindergarten, Schule und Ausbildung durchlaufen werden müssen. Dies macht sich oft auch außerhalb der Schule bemerkbar.
Unwilligkeit, Trotz, Aggressivität, Träumerei, Über-Aktivität oder Ängste sind häufige Symptome solcher Belastungen, die schon manche Eltern an den Rand der Verzweiflung geführt haben. Bevor ebendiese Verzweiflung oder elterliches nicht-verstehen-können die Situation endgültig eskalieren lassen, sollte im Interesse des Kindes und zum Wohle aller Beteiligten professioneller Rat von außen hinzugezogen werden.
Mithilfe von Vermittlungsgesprächen, Motivationsförderung, Förderung einer sinnvollen Integration, die genügend Freiraum für die eigene Persönlichkeit lässt, aber auch durch Förderung einer gesunden Abgrenzung anderen gegenüber und die Unterstützung bei der Erkennung eigener Ziele bieten sich umfassende Hilfestellungen, damit Ihr Kind den Weg durch die Schule und die Ausbildung erfolgreich und mit Freude absolvieren kann und so alle Chancen hat, aus einer gefestigten Persönlichkeit heraus ein glückliches und selbständiges Leben zu führen.
nach oben | © 2008 Axel H. Seibert - Heilpraktiker (Psychotherapie)